In der modernen Psychotherapie wird zunehmend berücksichtigt, dass Erfahrungen nicht nur gedanklich, sondern auch im Körper gespeichert werden. Viele Menschen nehmen ihre Emotionen besonders deutlich im Bereich der Herzregion wahr. Genau hier setzt die Herzarbeit an: Mit deiner Zustimmung lege ich eine Hand auf den Brustkorb. Diese achtsame Berührung kann helfen, zur Ruhe zu kommen, Stress zu reduzieren und die eigene Wahrnehmung zu vertiefen. Im therapeutischen Prozess richten wir gemeinsam die Aufmerksamkeit auf das, was sich im Moment zeigt.
Gefühle dürfen wahrgenommen, benannt und besser verstanden werden – in einem geschützten Rahmen und ohne damit allein zu sein. Das Herz und der Körper reagieren oft unmittelbar auf Gedanken, Erinnerungen und belastende Erfahrungen. Diese körperlichen Reaktionen nutzen wir, um herauszufinden, was sich stimmig anfühlt und was Stress oder innere Anspannung auslöst. So können neue Perspektiven entstehen und hilfreiche innere Impulse bewusster wahrgenommen werden.
Im Verlauf der Therapie können auf diese Weise neue, korrigierende Erfahrungen entstehen.
Diese werden vom Nervensystem als sicher abgespeichert und können Schritt für Schritt dabei helfen, auch im Alltag neue Wege zu gehen. Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist die Unterscheidung zwischen Gedanken und Gefühlen. Sie lernen, Ihre eigenen Empfindungen klarer wahrzunehmen, ihnen Raum zu geben und Ihre inneren Impulse ernst zu nehmen – eine wichtige Grundlage für emotionale Stabilität und Selbstregulation.
Herzarbeit
Die Herzarbeit ist eingebettet in einen psychotherapeutischen Kontext und kann eine vertiefende Ergänzung zur klassischen Psychotherapie sein.
Auch die Stimme kann ein wichtiger Zugang zu inneren Prozessen sein, wie sie in der Stimmtherapie erfahrbar werden.